Clay Charmichael255 Seiten
Hanser Verlag
13,90 €
Geschichte:
Zoe ist elf Jahre alt, als nach ihrem Vater auch ihre Mutter stirbt, sie Waise wird und zu ihrem Onkel Henry, dem bekannten Herzchirurgen zieht. Zoe ist es gewöhnt, alleine zu sein und für sich selbst zu sorgen. Doch hier, bei Henry findet sie Freunde. Allesamt älter als sie, aber was ist schon das Alter?
Besonders gut versteht sie sich mit Bessie. Doch Bessie ist schwer krank, sie hat einen Herzfehler und lebt nun schon weit länger, als alle Ärzte es vorausgesagt hatten.
Außerdem findet Zoe einen alten Bauwagen im Wald, den sie sich herrichtet und dort ihre Nachmittage bis es dunkel wird, verbringt. Im Bauwagen findet sie einige Schätze, die wohl dem Vorbesitzer gehört haben. Kleine, lebensecht geschnitzte Tiere, Vogelnester, Federn. Und das Foto einer Frau, auf dessen Rückseite nur ein einziges Wort steht „Mutter“.
Doch eines Tages ist die Hütte verwüstet, all die Schätze kaputt. Und ihr Tagebuch wurde geklaut aus dem Schreibtisch der Lehrerin, die es für Zoe aufbewahrt hatte. Zoe lernt einen Jungen im Wald kennen. Will. Er ist der Vorbewohner der Hütte und mit ihm freundet sie sich an, auch wenn er nur selten zum Vorschein kommt.
Zoe will wissen, was es mit der Verwüstung des Wohnwagens und Will auf sich hat. Doch alleine kann sie das nicht schaffen. Dazu braucht sie Freunde.
Cover:
Das Cover ist weiß und in der Mitter sitzt ein rothaariges Mädchen, die Arme um die Beine geschlungen und schaut einen irgendwie abwesend an. Ganz oben steht in grüner, schlichter Schrift der Name der Autorin, und unten rechts in orange der Verlag. „ZOE“ steht in drei verschiedenen Schriftarten in der Mitte, über dem Bild des Mädchens.
Ich finde das Cover wunderschön, es hat etwas, was einen gleich denken lässt: „Das Buch will ich lesen!“ So ging es mir. Außerdem ist es sehr schlicht gehalten, was es noch auffälliger macht.
Eigene Meinung:
Ich finde, Zoe wird viel älter, als elf dargestellt. Bevor ich ihr Alter wusste, dachte ich, sie ist 14 oder älter.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir, und auch die Geschichte ist fesselnd, immer wieder durch kurze Kapitel aufgepeppt, die der Kater von Zoe erzählt.
Meine Lieblingsfigur war vom ersten Moment an Will, er hat so etwas Geheimnisvolles und unnahbares.
Auch dass jeweils der erste Buchstabe eines Kapitels groß und in einer anderen Schrift geschrieben ist, gefällt mir sehr gut.
Der Rückentext lässt einen auf eine ganz andere Geschichte schließen, somit war ich recht überrascht, um was das Buch ging. Ich finde der Dialog hört sich an, wie zwischen einem Freund und seiner Freundin gesprochen, die sich gerade erst kennengelernt haben. Doch so ist es nicht. Und die Geschichte geht auch in eine völlig andere Richtung.
Allgemein finde ich das Buch doch recht lesenswert, doch vielleicht eher für die jüngere Gesellschaft unter uns. Für Teenager und Jugendliche ist es ein wenig sehr kindlich.
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