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Mittwoch, 8. August 2012

Reise mit Kaktus


Kari Ehrhardt
Carlsen Verlag
288 Seiten
13,00€

Geschichte:
Maja schreibt jeden Tag auf, welche Dinge sie im Leben vermeiden will, geordnet nach Gefährlichkeitsstufe. Um Klamotten macht sie sich nicht viele Gedanken, sie zieht das an, was ihre Mutter ihr mitbringt. In der Schule versucht sie, unsichtbar zu sein, was ihr auch super gelingt. 
Ihre beste Freundin heißt Cecilie und ist 80 Jahre alt. Und somit die jüngste ihrer Freundinnen. Gerda ist ebenfalls 80, Trudi 81 und Martha ist mit 85 Jahren die Älteste. 
Maja hatte auch einmal einen besten Freund. Shawn-Frederik Gerdis-Northbottom. Doch mit dem hat sie seit Jahren nichts mehr zu tun. Um genau zu sein, seit er sich entschlossen hat, dass Mädchen doof sind.
Als eines Tages Shawns Mutter bei Maja anruft, ist sie sehr verwundert. Vor allem, als Sibylle auch noch verkündet, dass Shawn einen schweren Autounfall hatte und nun unter Amnesie leidet, was heißt, dass er sich nicht mehr an alle Dinge seines Lebens erinnern kann. Sibylle ist der Meinung, Shawn braucht einen besseren Umgang, als seine Kumpels und so bittet sie Maja, ab und zu mal Shawn zu besuchen. 
Und da auf Majas Liste steht, dass sie keine Erwachsenen anlügen soll, kann sie sich auch keine Ausrede einfallen lassen, warum das nicht geht. So muss sie, obwohl sie dazu nun wirklich keine Lust hat, Shawn besuchen. Doch es kommt noch schlimmer. Shawn will auf ein Rockkonzert für eine Woche fahren, weil dort  seine Lieblingsband „Galaxy Glitter“ spielt. Natürlich fährt er nicht alleine. Freunde von ihm kommen mit. Doch das ist seiner Mutter nun gar nicht recht, also bittet sie Maja, mitzufahren. 
Shawn darf nichts davon merken, dass Maja quasi als Aufpassperson für ihn dabei ist. Und so tut Maja bei einem ihrer nächsten Besuche so, als wäre sie „Galaxy Glitter“-Fan. Und Shawn kauft ihr die Masche ab und lädt sie ein, mitzukommen zu dem Festival. So sitzt Maja dann mit Menschen, die ihr so völlig unähnlich sind, auf einem Zeltplatz in Niedersachsen. Wie sich das wohl entwickelt?

Cover:
Wieder mal ein Cover, von dem ich restlos begeistert bin. In orange und grün gehalten, ist auch die Farbkombination toll! Vor weißem Hintergrund sieht man:
-orange/grün/gelb/rot/weiß geringelte Kniestrümpfe
-einen knallgrünen Kaktus in einem orangen Topf
-eine weiße Schlafmaske mit rosa Blümchen
-ein oranger Knopf
-Notnähzeug
-eine orange Zahnbürste
-Pflaster
-Kopfhörer
-Flaschenöffner und Bierdeckel

Eigene Meinung:
Das Buch ist toll zu lesen und die Story ist nicht allzu vorhersehbar. Maja erinnert mich ein bisschen an Vassar aus „Carpe diem“ und Bindy aus „Ein Jahr voller genialer Pechsträhnen“. Anfangs war sie mir nun wirklich nicht sympathisch und ich dachte mir schon „Hilfe, was für ein Buch!“ Doch mit der Zeit verändert sie sich und man gewinnt sie immer lieber! Allerdings  ist ihre Änderung etwas zu krass, finde ich. 
Vom Cover tauchen einige Dinge auch in der Geschichte wieder auf, doch bei einigen frage ich mich wirklich, was sie auf dem Cover dieses Buches zu suchen haben. So zum Beispiel die Schlafmaske. Nie wird erwähnt, dass jemand eine Schlafmaske trägt! Oder die geringelten Socken. Die trägt auch niemand! Nähzeug? Nie erwähnt! Ein Knopf? Kam nicht vor!
Doch die Geschichte ist wirklich genial! Und ich empfehle jedem sie zu lesen! Vielleicht sogar Jungen…

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