
Ivonne Woon
dtv Verlag
478 Seiten
16,95 €
Geschichte:
Renée führt ein ganz normales Leben. Mutter, Vater, keine Geschwister. Dafür die beste Freundin, die sie sich vorstellen kann. Doch als sie an ihrem sechzehnten Geburtstag die Leichen ihrer Eltern in einem Wald findet, um sie herum Münzen, in ihren Mündern Mullstoff ändert sich ihr Leben schlagartig. Ihr Großvater, der nun das Sorgerecht für sie hat, will, dass sie auf ein Internat in Maine geht. Das Gottfried-Institut sei sicherer für sie, als zu Hause. Auch er glaubt nicht an das Urteil der Polizei, dass ihre Eltern an Herzversagen gestorben seien.
In der Schule findet Renée schnell Freunde. Eleanor, mit der sie ein Zimmer teilt und Nathaniel, den sie bei der Zeremonie zum Schulanfang kennengelernt hat. Doch da ist auch noch Dante, von dem sie sich angezogen fühlt. Ihm scheint es ebenso zu ergehen, und schon bald sind die beiden ein Paar. Doch das ist laut der Schulordnung verboten.
Außerdem scheinen an der Schule immer wieder seltsame Unfälle zu passieren. So starb zum Beispiel im letzten Frühjahr ein Junge an Herzversagen. Im Wald. Kurz darauf wechselt eine Schülerin die Schule. Als eines Tages Eleanor nicht mehr auftaucht und auch weiter verschwunden bleibt, ist Renée beunruhigt. Was, wenn diese ganzen seltsamen Todesfälle und Verschwinden alle miteinander zu tun haben?
Sie forscht nach und findet bald heraus, dass an dieser Schule nicht alles so ist, wie es sein soll. Denn es ist keine normale Schule, sondern eine Schule für Untote. Das heißt nicht, dass die gesamte Schülerschaft untot ist, doch schon eine betrachtliche Menge. Nun, was ist das? Untote sind Jugendliche oder Kinder, die starben und nicht beerdigt werden. Dann haben diese noch 21 Jahre Zeit, um ihre Seele wiederzufinden und wandeln während dieser Zeit als ganz normale Menschen auf der Erde. Doch die Seele ist in einem anderen Menschen verborgen. Zurückgeholt wird die Seele durch einen Kuss.
Ist das der Grund, warum Dante Renée nicht küssen will?
Cover:
Das Cover ist rot und schwarz. Man sieht das Gesicht eines Mädchens, das sehr blass ist und eine rote Rose im unteren Teil. Unten steht auch der Name der Autorin in hellem orange und der Titel des Buches in größerer, älter aussehenderer Schrift. Das „T“ ist ein Kreuz. Sowohl vorne als auch hinten stehen die Buchstaben „RW“ und „DB“. Dass das die Initialen von Renée und Dante sind, wird einem erst später klar.
Autorin:
Yvonne Woon lebte in vielen Orten. Worcester, Massachusetts und Frankreich sind die Orte, in denen sie aufgewachsen ist. 2006 machte sie ihren Abschluss in Englisch und Creative Writing und arbeitete danach erst mal als Assistentin in einer Literaturagentur. „Dead Beautiful“ ist ihr Erstroman.
Übersetzerin:
Nina Frey aus Heidelberg war lange Zeit im Kunsthandel als Expertin für wertvolle Bücher tätig. Diesen Beruf übte sie in Berlin, Hamburg und London aus. Ihr momentaner Wohnort ist in Wien, wo sie als Freie Übersetzerin arbeitet.
Eigene Meinung:
Ich war von der ersten Seite an von dem Buch gefesselt. Renées Schock auf den Tod ihrer Eltern, ihre Abneigung gegen den Großvater, anfangs auch die Abneigung gegen die ganze Schule, alles fühlt man mit ihr.
Was mir gefällt, ist, dass man erst im Laufe des Buches immer mehr über die Personen erfährt, dass die erste Vermutung beinahe nie die Richtige ist. So ist die Lösung der Rätsel, die sich im Laufe des Buches auftun, reichlich schwer zu erraten.
Schön finde ich auch das Cover, es hat etwas geheimnisvolles, etwas Interessantes.
Die Geschichte erinnert ein wenig an Twilight nur, dass es keine Vampire, sondern Untote gibt. Allerdings finde ich es wesentlich fesselnder, als Twilight. Hier passiert immer wieder etwas, immer mehr kleine Puzzleteilchen tun sich auf und werden zu einem Ganzen.
Für eine Erstroman nicht schlecht!
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